Mit Fotos, Karten und Illustrationen. Ende Oktober 1938 sind ca. 17.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit aus Deutschland ausgewiesen worden. Das Buch schildert den Verlauf dieser sogenannten "Polenaktion" am Vorabend der "Kristallnacht"-Pogrome, die Aufnahme der Deportierten in Polen sowie die Reaktionen auf diese Ereignisse in Polen wie im Ausland. Der Verfasser hat für diese Studie Archive in Polen, Israel, Großbritannien und den USA sowie Zeitzeugenberichte und die zeitgenössische polnische und internationale Presse ausgewertet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.02.2003
Höchstes Lob findet Rezensent Thomas Urban für Jerzy Tomaszewskis Studie zur Vertreibung der polnischen Juden aus Deutschland im Jahr 1938. "Mustergültig" findet er die Arbeit des polnischen Historikers und lange überfällig. Denn dieses Kapitel sei nicht nur in der deutschen, sondern auch in der polnischen Geschichte ein dunkler Fleck. Ende Oktober 1938 schoben die deutschen Behörden innerhalb von drei Tagen insgesamt 17.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit über die Grenze nach Osten ab. Doch Polen, dessen Regierung selbst eine zunehmend aggressive antisemitische Politik betrieb, wollte seine jüdischen Staatsbürger nicht zurückhaben - und versuchte vergeblich, die Abschiebung dadurch zu verhindern, dass es ihre Pässe kurzerhand für ungültig erklärte.
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