In englischer Sprache. Mit 70 Farbabbildungen. In unserer Kultur kommen Bilder von älteren Transsexuellen so gut wie nicht vor und die wenigen vorhandenen sind meist eindimensionale Darstellungen. Die FotografinJess T. Dugan und die Sozialarbeiterin Vanessa Fabbre sind über fünf Jahre hinweg durch die USA gereist, um in ihrem Buch ein facettenreiches Bild dieser gesellschaftlichen Gruppe zu entwerfen. Sie haben vielfältige Lebensgeschichten aufgezeichnet, die sich mit komplexen Themen wie Identität, Alter, Rasse und sozio-ökonomischen Klassen auseinandersetzen. Die Interviews umspannen die letzten 90 Jahre von Erfahrungen transsexueller Identität in den USA und bieten einen Einblick in die Geschichte und den Aktivismus dieser gesellschaftlichen Gruppe. Das Buch zeichnet die Kämpfe und Freuden einer älter werdenden Generation auf und reflektiert darüber, was es bedeutet, trotz scheinbar unüberwindlicher Hindernisse authentisch zu leben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.08.2019
Jan Kedves hält es für an der Zeit, einen Band wie den von Jess T. Dugan und Vanessa Fabbre zu lesen und anzuschauen. Dugans Fotos zusammen mit den in Interviews erzählten Lebensgeschichten von Transmenschen berühren den Rezensenten mit Einsichten in das Glück der Befreiung von Geschlechteridealen. Dass es sich dabei um mehr als um eine Modeerscheinung handelt, machen die Fallgeschichten von Vietnam-Veteraninnen, Bodybuildern, Musikern und Ärzten Kedves deutlich. Was passiert eigentlich, wenn ein Transmensch Alzheimer bekommt? Zu solchen Fragen regt das Buch den Rezensenten an. Dass keiner der Porträtierten verzeifelt rüberkommt, sondern eher befreit, findet Kedves bezeichnend.
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