Aus dem Amerikanischen von Ango Laina und Aneglika Müller. Die Musik ist Curly Watkins Leben; doch aus den aufregenden Tagen der Punkbewegung in San Francisco sind ihm nur seine Gitarre geblieben und ein riesiges Kraken-Tattoo auf dem Kopf. Die meisten seiner alten Freunde sind längst tot, doch Curly hat überlebt und schlägt sich mit Auftritten in Cafés durch. Als er seinen alten Kumpel Ivy Pruitt, einen begnadeten Jazzdrummer, dazu überreden will, eine Band zu gründen, gerät dieser in eine Razzia der Drogenfahndung. Doch alte Freundschaft verpflichtet, zumal Lavinia, eine gemeinsame Freundin, Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um das Geld für Ivys Kaution aufzutreiben. Doch dann geht es plötzlich um Mord, um das Präparieren toter Körper und Schlimmeres.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2014
Gelungen findet Hannes Hintermeier Jim Nisbets neuen Krimi, funktionierend als Suspense, Horror und Entwicklungsroman mit unerwarteten Bildungselementen, die Hintermeier in der Kombination mit einem bestialisch wütenden Serienkiller á la John Wayne Gacy umso mehr Schauer über den Rücken treiben. Dass Nisbets zugedröhnte Helden Marx und Dostojewski parat haben, scheint ihm nicht weiter problematisch, weil etwa unglaubwürdig, sondern befördert laut Rezensent den Horror. Nisbets staubtrockener Humor erinnert Hintermeier angenehm an Chandler, und seine Gesellschaftskritik ist ihm die Sahne auf dem Eis.
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