Kalmann sitzt in der Tinte. Besser gesagt, er sitzt im FBI-Hauptquartier in Washington. Dabei wollte er eigentlich nur seinen amerikanischen Vater besuchen. Doch der lässt ihn hängen, und ehe Kalmann sichs versieht, sitzt er wieder im Flugzeug zurück nach Island. Im hohen Norden hat er aber auch keine Ruhe. Ein Mord ist geschehen, und die Spuren reichen zurück bis nach Amerika und in den Kalten Krieg. Und wer muss diesen explosiven Fall aufklären? Korrektomundo: Kalmann, der berühmte Sheriff von Raufarhöfn.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.11.2023
Rezensentin Sylvia Staude lauscht gern Joachim B. Schmidts Ermittler Kalmann, den jungen Mann mit Down-Syndrom, dessen Derbheit und Offenherzigkeit sie bereits in anderen Romanen schätzen lernte. Wenn jener Kalmann hier aber zu seinem Vater in die USA reist, diesen zum Sturm aufs Kapitol begleitet und schließlich verhaftet wird, treibt es Schmidt für Staude aber doch ein wenig zu weit. Wie "an den Hai-Flossen herbeigezogen" scheint ihr diese bemühte Nähe zur Weltpolitik.
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