"Subjektivität - das Individuum in sich - erhält da als weltgeschichtliche Gestalt, in welcher Schönheit und Wahrheit in Gefühlen und Gesinnungen sich darstellt, ihre epochale Funktion, wo die aufkommende Gesellschaft den Hain zu Holz, den Tempel zu Stein, das Schöne zum Ding macht und so die Subjektivität hervortreibt, um innerlich im Gefühl und im Herzen das zu bewahren, was die Gesellschaft in ihrer Tendenz zur Verdinglichung fortgibt oder zu ideologischem Schein und Überbau destruiert." Joachim Ritter. Enthält folgende Aufsätze: Subjektivität und industrielle Gesellschaft. (1961) Zu Hegels Theorie der Subjektivität. Über den Sinn und die Grenze der Lehre vom Menschen. (1933). Über das Lachen. (1940). Dichtung und Gedanke. (1945). Bemerkungen zur Dichtung T.S. Eliots. Die Aufgabe der Geisteswissenschaften in der modernen Gesellschaft. (1963). Landschaft. (1963). Zur Funktion des Ästhetischen in der modernen Gesellschaft.
Eckart Goebel empfiehlt wärmstens Joachim Ritters Aufsätze zur Subjektivität, auch wenn ihm die alte Ausgabe viel besser gefällt als die vorliegende neue. Die Druckfehler immerhin sind dieselben, vermerkt er. Zu lernen sei weiterhin aus Ritters Klassiker von 1974, dass Gesellschaft und Subjektivität nur als Einheit denkbar sind, wenngleich als gespannte. Wie Ritter diese Vorstellung mit Hegel, gegen Heidegger und in Auseinandersetzung mit T. S. Eliot entwickelt, liest sich laut Goebel noch immer vorzüglich, unter anderem weil der Autor das Sensationelle wie auch das "tautologische Waldesrauschen" meidet.
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