Herausgegeben von Smail Rapic. Die Diskursethik, die von Karl-Otto Apel gemeinsam mit Jürgen Habermas begründet wurde, zählt zu den meistdiskutierten ethischen Paradigmen der Gegenwartsphilosophie. Apel hat seine diskursethische Position in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt, wie dieser Band mit Texten aus den Jahren 1996-2014 belegt. Er zeigt die geschichtlichen Anknüpfungspunkte des diskursethischen Begründungsprogramms sowie dessen Lösungspotenzial für politische, ökonomische und kulturelle Konflikte im Zeitalter der Globalisierung und dokumentiert so die anhaltende Aktualität von Apels Denken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.05.2017
Rezensent Dietrich Böhler freut sich über diesen vom Wuppertaler Philosophen Smail Rapic herausgegeben Band, der sieben Essays und eine Vorlesungsreihe des inzwischen 95-jährigen Philosophen Karl-Otto Apel enthält. Leser können hier die gesamte Spannbreite des querdenkenden Philosophen entdecken, der sich "Verführungen des Denkens" wie Relativismus, Objektivismus und Solipsismus stets verweigerte. So liest der Kritiker hier nicht nur interessiert nach, wie Apel nach einer vernünftigen Aufhebung der vernunftdezimierenden Komplementarität suchte, sondern auch eine moralisch verpflichtende "Diskursethik" entwickelte, die alle Argumentationspartner zu einer "menschheitssolidarischen metainstitutionellen Mit-Verantwortung" verpflichten sollte. Um das gesamte funkelnde "Denkpanorama" des nonkonformistischen Philosophen nachvollziehen zu können, empfiehlt Böhler diesen Band gemeinsam mit Apels philosophiegeschichtlichem Buch "Paradigmen der Ersten Philosophie" zu lesen.
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