Aus dem Amerikanischen von Antje Ravic Strubel. Joan Didion erzählt von den Leitfiguren des American Dream wie Howard Hughes, Joan Baez oder John Wayne, vom Glanz Hollywoods und der Einsamkeit von Alcatraz, von der Aufbruchsstimmung der sechziger Jahre und der Ernüchterung, die ihr folgte. Im Mittelpunkt steht stets der amerikanische Traum, die Vision von einer besseren Welt, geprägt von Glück, Freiheit und Wohlstand - ein Traum, der auch im Scheitern nichts von seiner Faszinationskraft eingebüßt hat.
Als grandiose Essayistin feiert Rezensentin Susanne Mayer Joan Didion anlässlich dieser Auswahl von Texten aus den berühmtesten Büchern der amerikanischen Starintellektuellen. Zwar ist sie nicht ganz glücklich darüber, dass die Essays aus ihren Originalkontexten gerissen wurden, aus dem "Weißen Album" oder der "Stunde der Bestie" zum Beispiel. Ist doch aus Sicht der Rezensentin jedes Didion-Buch so etwas wie eine "durchkomponierte Kollektion" aus Reportagen und Essays, die auch im Zusammenklang einen Sinn ergeben. Dennoch beeindruckt die Rezensentin einmal mehr der "sorgfältige, nachdenklich tastende", sich selbst infrage stellende Ton dieser Autorin. Und ihr Mut, "sich auf eine hierzulande fast unvorstellbare Weise" einen "eigenen Duktus" zu erlauben. Bemerkenswert findet Susanne Mayer auch, dass es gerade Antje Ravic Strubel ist, die die um fünfzig Jahre ältere Didion für sich entdeckt, neu übersetzt und herausgegeben hat.
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