Die Wiedervereinigung hat viele Karrieren beendet und begründet - auch die von Wörtern. Deutsche Schriftsteller aus dem Osten und dem Westen erzählen uns die Geschichten einiger dieser Wörter. Sie versuchen, solchen Wendungen nachzuspüren, die im Sprachgebrauch der BRD oder der DDR eine ganz besondere und jeweils eigene Bedeutung hatten - und so noch heute Anlass für sprachliche Verwirrung sind.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.08.2002
In seiner Kurzkritik zu dem Kleinen Deutschen Wörterbuch von Florian Illies und Jörg Bong amüsiert sich "igr." vor allem über das Faible der Deutschen für Wörterbücher und die "Spracheinigkeit" als höchstem Grundsatz nationaler Identität. Dieser "Sperrmüllhaufen der Kuriositäten" nun versammele von Alpaka bis Winnetou hundert Wörter, die von zehn Schriftstellern auf ihren Sinngehalt untersucht werden und die allein "der Witz der Herausgeber und die hölzerne Logik des Alphabets" zusammengefügt haben, meint "igr.". In Georg Kleins bösem Wort vom "faden Frischkäse zeitgeschichtlichen Zufallswissens" sieht er (oder sie) denn auch den Schlüssel zu diesem Werk.
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