Chancen und Risiken der digitalen Bildungsrevolution Ein Schüler erhält täglich einen auf ihn zugeschnittenen Lernplan, den ein New Yorker Rechenzentrum über Nacht erstellt. Eine Universität arbeitet mit Software, die für jeden Studenten die optimalen Fächer ermittelt, inklusive der voraussichtlichen Abschlussnoten. Ein Konzern lässt seine Bewerber in einem virtuellen Restaurant Sushi servieren, da das Computerspiel ihren Berufserfolg vorhersagt. Die Bildungsexperten Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt sind sicher: Das ist die digitale Zukunft des Lernens. In ihrem neuen Buch zeigen sie, wie die vernetzte Welt nicht nur unser Bildungssystem, sondern auch unsere Gesellschaft grundlegend verändern wird, wie bisherige Bildungsverlierer neue Chancen bekommen und alte Eliten in Bedrängnis geraten. Und sie warnen: Digitale Bildung erfasst Unmengen von Daten; es droht der gläserne Lerner, der im Netz unauslöschliche Spuren hinterlässt und zum Opfer von Algorithmen und Wahrscheinlichkeiten wird. Der Appell der beiden Autoren: Um die großen Chancen zu nutzen, den Risiken zu begegnen und international nicht den Anschluss zu verlieren, muss Deutschland die digitale Bildungsrevolution jetzt aktiv gestalten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2015
Rezensent Fridtjof Küchemann weiß, dass die beiden Autoren nicht zuletzt für ihre "Firma" sprechen, wenn sie Wege aufzeigen, wie wir künftig gemeinsam mit der Technik lernen. Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt arbeiten beide für die Bertelsmann-Stiftung. Und so muss Küchemann einfach erwähnen, dass Bertelsmann längst in den Startlöchern steht, was die skizzierte Bildungsvision der Autoren betrifft. Die sieht Küchemann so: Digital aufbereitetes Wissen wird individuell zugeschnitten, spielerisch vermittelt, und kooperativ getauscht und bewertet. Wunderbar? Die Frage, wie mit den involvierten persönlichen Daten des Nutzers verfahren wird, findet der Rezensent im Buch jedenfalls nicht zufriedenstellend beantwortet.
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