C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN
9783406839306 Broschiert, 128 Seiten, 14,00
EUR
Klappentext
Vom Bischof von Rom zur moralischen Weltmacht Eine Institution im Wandel: Wie das Papsttum über Jahrhunderte Macht, Kultur und Einfluss neu definierte Das Papsttum fasziniert als scheinbar uralte Institution mit unveränderlichen Machtbefugnissen und Ritualen. Jörg Ernesti erklärt demgegenüber, wie der Primat der Bischöfe von Rom in der Antike allmählich entstand. Im Mittelalter gewannen die Päpste politische Macht, kompensierten ihren Machtverlust in Renaissance und Barock mit einer einzigartigen Kultur, richteten in der Neuzeit die katholische Weltkirche auf sich aus und avancierten weit darüber hinaus zur moralischen Autorität. Ein kompakter, anschaulicher Überblick über eine überraschend wandlungsfähige und dabei erstaunlich beständige Institution.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.05.2026
Rezensent Konstantin Johannes Sakkas bekommt mit dem Buch des Kirchenhistorikers Jörg Ernesti eine lesenswerte und "kompakte" kritische Darstellung der Höhepunkte und Niederungen der Geschichte des Papsttums. Wie der Autor etwa mit Alexander VI. Und Pius XII ins Gericht geht, findet Sakkas ziemlich heftig. Dass Ernesti nicht jede Epoche und Entwicklung in gewünschter Breite behandelt, stellt Sakkas ebenso fest wie die Betonung des gemeinsamen Widerstands gegen Hitler und seine Wirkung auf die Ökumene. Den "Kulturkampf "zwischen der Kirche und Preußen seit den 1870er Jahren hätte der Autor "breiter" darstellen können, findet Sakkas.
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