Wer proklamierte schon 1739 die "nouvelle Cuisine"? Wieso kam später Paul Bocuse in den Verdacht, eine "neue Küche" erfunden zu haben? Wer verfasste ein Rezept für Elefantenfuß? Und wie beurteilte der Guide Michelin das Können von Bernard Loiseau, kurz bevor der Küchenchef Selbstmord beging? Dieses Buch erzählt die Geschichte europäischer Köche von den Anfängen bis zu den Starköchen heutiger Prägung. Anschaulich schildert es, wie Moden, Politik, Transportwege oder die Erfindungen der chemischen Industrie das Kochen prägten - von Guillaume Tirel über Antonin Carême, Alexis Soyer, Auguste Escoffier, Franz Pfordte, Eugénie Brazier, Fernand Point, Paul Bocuse, Eckart Witzigmann, Fredy Girardet bis zu Santi Santamaria, Alain Ducasse und Joel Robuchon.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2013
Dem Rezensenten vergeht ganz schnell der Appetit beim Lesen dieser Kulturgeschichte der Köche. Dabei müsste der Autor als jahrelanger Restaurantkritiker doch was zu sagen haben. Allein, Jörg Zipprick kann den Rezensenten in keiner Weise von seinem Wissen überzeugen. Hungernd nach kulinarischer Erkenntnis bekommt Jakob Strobel Y Serra vom Autor bloß Staubtrockenes kredenzt, pointenlos und stilistisch fade überdies. Oder auch: Einen Haufen Halbwissen, in dem epochenlange historische Entwicklungen auf wenigen Seiten gedrängt erscheinen, Quellenlagen unerklärt bleiben und immer noch die Französische Küche als das Ultimum gilt. Die wenigen lichten Momente des Buches, etwa, wenn der Autor Legenden aus der Welt der Nouvelle Cuisine zum Besten gibt oder der Misogynie französischer Sterneköche nachgeht, machen dem bedauernswerten Rezensenten zwar den Mund wässerig, aber ohne die ersehnte Beglückung.
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