Herausgegeben und mit einem Nachwort von Jörg Drews. Ein Mann verwirklicht seine "Lieblingsträumerey": Er geht zu Fuß von Grimma bei Leipzig nach Syrakus in Sizilien und wieder zurück. Seumes Bericht seiner neunmonatigen Wanderschaft durch Italien machte den Autor über Nacht berühmt und ist bis heute fast so populär wie Goethes Italienische Reise...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.04.2002
Als "eine der bemerkenswertesten Reisen der deutschen Literatur" bejubelt Burkhard Müller in seiner Rezension die "mit einem verdienstvollen Erläuterungsteil" versehene Neuedition Johann Gottfried Seumes erstmals 1803 erschienenen "Spaziergangs nach Syrakus im Jahre 1802". Vor allem die Persönlichkeit des "Einzelgängers" Seume begeistert den Rezensenten, sein Charakter, der ähnlich wie bei Schopenhauer und Lessing die Kraft habe, Stil zu werden. Seume war Ende 1801 von Leipzig aus zu Fuß aufgebrochen, "um an den südlichen Ufer Siziliens etwas herumzuschlendern" (Seume). Es gehe ihm dabei ganz wesentlich auch um die Freiheit des Reisens, um das Reisen zu Fuß, um Land und Leute und nicht so sehr um Kulturstätten. Das sei das trotzige Gegenprojekt zu Goethes Italienischer Reise, folgert Müller, obwohl der Name nicht falle. (Dies mag daran liegen, wenn man das hier anfügen darf, dass Goethe seine Italienische Reise erst mehr als ein Jahrzehnt nach Seume veröffentlichte. Zur Ehrenrettung des Rezensenten sei jedoch hinzugefügt, dass Goethe schon unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Italien Fragmente in C.M. Wielands Neuen Teutschen Merkur - allerdings unter Pseudonym - veröffentlichte, in dem dann auch Teile von Seumes Reisebericht erschienen.)
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