Herausgegeben von Jutta Heinz. Zuerst wird der Autor vorgestellt, am Leitfaden seines Lebens, und schon der erste Blick zeigt: Wie fremd war er! Die Kindheit ein "patchwork", die Ausbildung ein Glücksspiel; kein geregelter und abgesicherter Lebenslauf, kein festes Einkommen, ein Herumirren von Ort zu Ort, physische und psychische Krisen, Ängste, Feindschaften, noch nicht einmal eine herzrührende Liebesgeschichte zwischendurch und am Ende - die Krankheit, der Wahnsinn. Welch ein Leben! Und doch hat dieser Johann Karl Wezel ein umfangreiches Werk hinterlassen, Romane vor allem, aber auch Erzählungen und Satiren, Schauspiele und Gedichte sind darunter; theoretische Abhandlungen zur Kindererziehung wie Zeitschriftenartikel, Rezensionen, gar ein philosophisches Hauptwerk.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2019
Alexander Kosenina sieht den fast vergessenen Aufklärer Johann Karl Wezel wieder leuchten mit diesem von Jutta Heinz herausgegebenen Lesebuch. Wie Heinz hier in einem fiktiven Gespräch mit Wezel aus dessen Schriften, Briefen und Figurenreden zitiert, findet Kosenina pfiffig. Heinz' Darstellungen zum Werk des Autors scheinen ihm bei all ihrer Kürze durchaus den Kern von Wezels kritischen Dichtungen und Schriften zu treffen. Wezels Einlassungen zu Fragen der Ehe, des Glücks, der Erziehung und der Demokratie erstaunen den Rezensenten durch ihre Modernität.
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