Die Menschheit am Scheideweg: Hat unsere Spezies eine Zukunft? In atemberaubendem Tempo haben die Menschen den Planeten ihren Bedürfnissen unterworfen. Im 21. Jahrhundert stehen sie vor den Scherben ihres Tuns: Die natürlichen Ressourcen erschöpft, die Klimaerwärmung eine tödliche Bedrohung, globale Pandemien eine akute Gefahr. Werden wir auch diese Krise meistern? .
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2022
Rezensentin Manuela Lenzen verfolgt gerne die Reise der Menschheit, die der Paläogenetiker Johannes Krause und der Journalist Thomas Trappe in ihrem Buch nachzeichnen, auch wenn sie den Begriff der Reise hier nicht ganz passend findet. Denn der homo sapiens habe zwar nach und nach den gesamten Globus besiedelt, aber die Ausbreitung sei sehr langsam von statten gegangen und die meisten Menschen seien erst einmal an Ort und Stelle geblieben. Zudem lernt die Kritikerin, die auch Ethnologie studiert hat, Wissenswertes über das Verhältnis zum Neandertaler, die eher unsympathische Unersättlichkeit und die genetische Nachverfolgbarkeit der Spezies - vor allem über die "spannende" paläogenetische Technik, mit der Zellen aus Knochen untersucht und sogar weitergezüchtet werden können, hätte Lenzen gern noch viel mehr erfahren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2021
Rezensent Markus Schär liest das Buch des Archäogenetikers Johannes Krause und des Journalisten Thomas Trappe mit Neugier. Was hat der Genetiker angesichts neuer Herausforderungen wie dem Klimawandel zur Ausbreitung des Menschen und seiner Ausdauer auf dem Planeten zu sagen? Vor allem stellt er einiges klar, so Schär: Nämlich dass die Entwicklung des modernen Menschen von Ausrottung und Eroberung geprägt ist. Ganz ohne Hoffnung ist das Buch laut Schär aber nicht. Zwischen den Zeilen liest der Rezensent immerhin, dass der Mensch die ihm gesetzten Grenzen dank seines Erfindergeistes auch immer wieder zu überwinden wusste.
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