Wir alle leben auf Kosten unserer Kinder und Enkel, sagt Kurt Biedenkopf in diesem Buch. Wir hinterlassen ihnen einen gigantischen Schuldenberg der öffentlichen Hand, leere Sozialkassen, ein Heer von Arbeitslosen und ein marodes Bildungssystem. Die neuen Reformen reichen - wenn überhaupt - immer gerade bis zum Ende der Legislaturperiode. Biedenkopf macht deutlich, wie wichtig die Solidarität mit den Nachwachsenden ist. Wir müssen unsere heutigen Entscheidungen so treffen, dass unsere Enkel die daraus resultierenden Probleme und Veränderungen auch bewältigen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2006
Über dieses Buch kann uns Arnulf Baring nicht viel sagen. Er beschränkt sich darauf, Kurt Biedenkopfs Plädoyer für eine grundlegende Erneuerung unserer Gesellschaft zu referieren, schildert Biedenkopfs Bekümmertheit über unsere soziale Verantwortungslosigkeit und verrät (immerhin), wie des Autors Blick in eine düstere Zukunft auf den Leser wirkt: "anschaulich". Wenn Baring herauszufinden versucht, wie Biedenkopf sich die Krise erklärt, dürfen wir zwar teilhaben an diesem Erkenntnisprozess, fragen uns aber, warum wir das nicht im Buch lesen sollten. Statt einer Antwort erhalten wir vom Rezensenten eine weitere wenig hilfreiche Leseanweisung: "Biedenkopf ist hoffnungsvoll".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.04.2006
Der "letzte Schrei" sind die Thesen, die Kurt Biedenkopf in seiner Streitschrift vertritt, nicht unbedingt und etwas selbstgefällig findet Matthias Arning die Haltung des ?Ich hab's ja schon immer gesagt' auch. Trotzdem hält er die Lektüre für empfehlenswert, weil sich der CDU-Politiker darin um einen "neuen Grundkonsens" der Gesellschaft bemüht, der vor allem auf "Subsidiarität" setzt. In seinem "Pamphlet" bleibt sich Biedenkopf "treu", nicht nur in der Ablehnung seines Parteikollegen Blüm, sondern auch in dem Ratschlag in Richtung Regierung, die "Enkeltauglichkeit" von Beschlüssen "zum "Maßstab" zu machen. Insgesamt würdigt Arning die Schrift als weiteren Beweis für Biedenkopfs "intellektuelle Umtriebigkeit".
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