Aus dem Australischen von Friedrich Griese. John Hirst, Australiens bedeutendster Historiker, nimmt das Fernglas zur Hand und Europa ins Visier. Fakten und Ereignisse bringt er in einen fassbaren Zusammenhang und bietet einen einzigartigen Überblick über die europäische Kulturgeschichte. Mit Humor erzählt er vom Ende des römischen Schmierentheaters durch die Germanen, die unbeabsichtigt das Weströmische Reich übernehmen oder wie 1066 die Normannen England erobern und ihnen damit bis heute als Letzte ein Einfall in das Inselland gelingt. Spannende, überraschende und witzige Einblicke in die Entwicklung der europäischen Kultur - mit garantiertem Aha-Effekt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.02.2016
Cord Aschenbrenner favorisiert die knackige Kürze von John Hirsts Europageschichte, auch wenn er dem Autor nicht in allen Schlussfolgerungen beipflichtet. Auch wenn er das slawisch geprägte Europa vermisst im Band. Insgesamt überzeugt den Rezensenten Hirsts von Schaubildern gestützte Konzentration auf die großen Linien. Um das Wissen des Lesers über Europa aufzufrischen und zu ergänzen, eignet sich das Buch laut Aschenbrenner durch seine auf das immense Wissen des Autors zurückzuführenden eleganten und pädagogisch sinnvollen Vereinfachungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2015
Zusammenfassungen zusammenfassen ist eine schwierige Sache, weiß Gustav Seibt, zumal wenn der Stoff einen ganzen Kontinent und ein paar tausend Jahre umfasst. Dem australischen Historiker John Hirst sei mit "Die kürzeste Geschichte Europas" jedenfalls gelungen, womit sich europäische Kollegen heutzutage schwer tun: Vereinfachung, erklärt der Rezensent. Und zwar eine, die bei aller Einfachheit durchaus "satisfaktionsfähig" bleibt, lobt Seibt. Anhand einiger Tafelbilder erklärt Hirst Europa erst von der Antike zur Neuzeit, dann die späteren Formen von Staatlichkeit, und schiebt noch ein paar Happen zur Sprachgeschichte und zur Geschichte des einfachen Volkes hinterher, fasst Seibt zusammen. Hirst reichen dafür zweihundert Seiten, staunt der Rezensent, der das Buch "schlechterdings brillant" findet und gleich allen heutigen und zukünftigen Europäern ans Herz legt.
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