John Marsden

Winter

Sie ist sechzehn. Zeit, zurückzukehren. (Ab 14 Jahre)
Cover: Winter
C. Ueberreuter Verlag, Wien 2002
ISBN 9783800029679
Gebunden, 154 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Jacquelin Csuss. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst das Mädchen Winter bei Onkel und Tante auf. Nun, mit 16, kehrt sie auf Warriewood zurück. Doch ein dunkles Geheimnis liegt über der Farm der Eltern. Sind die beiden tatsächlich gemeinsam ums Leben gekommen? Was geschah wirklich, damals vor 12 Jahren? Winter ist klar: Wenn sie sich eine Zukunft aufbauen will, musss sie erst eine Antwort auf die Fragen der Vergangenheit finden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002

Einen "unterhaltsamen Mädchenroman", und zwar einen guten, hat John Marsden da geschrieben, findet Roswitha Budeus-Budde. Wie schon in seinen früheren Büchern besteche Marsden mit seiner Fähigkeit, Spannung aufzubauen, indem er seine Figuren mit rätselhaften Ereignissen konfrontiert, die ungewöhnliche Lösungen erfordern. Die 16 jährige Titelheldin braucht kriminalistische Fähigkeiten, um den Tod ihrer Eltern aufzuklären. Die gekonnte "Inszenierung dramatischer Auftritte" hat die Aufmerksamkeit der Rezensentin "gefesselt", abseits der Spannung gelinge es Marsden als "versiertem Erzähler" aber auch, stimmungsvolle Momente und ein paar "Widerhaken zum Nachdenken" einzubauen, wie die die Rezensentin anerkennend schreibt. Und obwohl die Geschichte aufgrund ihrer Extreme mit dem wirklichen Leben einer 16-Jährigen in Australien wohl wenig zu tun hat, beweise Marsden, dass traditionelles Erzählen immer noch einen "starken Lesereiz" ausüben kann.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.11.2002

Siggi Seuss fühlt sich bei John Marsdens Psychothriller an die Spannung der Hitchcock-Filme und den Schrecken bei Edgar Allan Poe erinnert, ein durchaus rühmlicher Vergleich. Schon einmal, in seiner Romantrilogie "Morgen ist Krieg", habe Australiens bekanntester Jugendbuchautor Thriller und Psychodrama "hervorragend" kombiniert mit der Lebensfreude und Hartnäckigkeit seiner jungen Helden kombiniert, erinnert sich Seuss. Das gelinge ihm diesmal wieder, lobt der Rezensent: "John Marsden lässt uns zappeln", bis die 16-jährige Winter de Salis hinter das Geheimnis des rätselhaften Todes ihrer Eltern gekommen ist, und Seuss verspricht, dass am Ende aus den Bruchstücken von Erinnerung und Gegenwart "ein Bild entsteht, von dem wir alle überrascht werden."

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