Herausgegeben von Ulrike Ackermann und Hans Jörg Jörg Schmidt. Aus dem Englischen von Siegfried Kohlhammer und Florian Wolfrum, untre Verwendung älterer Übersetzungen von Sigmund Freud, Jenny Hirsch, Hans-Günther Holl und Hannelore Schröder. John Stuart Mill lernt 1830, im Alter von 24 Jahren, die verheiratete Harriet Taylor kennen, die zunächst seine "Seelenfreundin", dann seine Geliebte wird, bis die beiden schließlich 1851, nach dem Tod ihres Mannes, heiraten. Gemeinsam setzten sie sich vehement für Freiheits- und Frauenrechte ein, die Zusammenarbeit mündete in einigen gemeinsamen Werken ein Skandal im viktorianischen England! Das rebellische Paar war in seinem Denken und Leben unerhört modern. Diese Ausgabe versammelt zum ersten Mal seit über 120 Jahren die wichtigsten Schriften des großen Nationalökonomen, Freiheitsdenkers und Kämpfers für die Gleichberechtigung der Frau. Zahlreiche Texte der auf fünf Bände angelegten Ausgabe mit insgesamt über 5000 Seiten werden hier zum ersten Mal auf Deutsch vorgelegt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.02.2013
Für Jean-Claude Wolf ist das ein vielverspechender Anfang für eine Leseausgabe der Werke John Stuart Mills. Der von Ulrike Ackermann herausgegebene erste Band mit einer Auswahl aus Mills Werken, etwa zum Thema Frauenrechte, mit besonderem Augenmerk auf der Beziehung Mills zu seiner Frau Harriet Taylor besticht laut Wolf nicht zuletzt durch den enthaltenen Briefwechsel zwischen den Partnern und der laut Wolf noch immer lesenswerten Hayekschen Kommentierung von 1951. Auch der umfängliche Anhang mit Anmerkungen, Bibliografie und Registern überzeugt den Rezensenten von einem "schön ausgestatteten" Buch, das ihm eine Liebe und eine produktive Kooperation nahebringt, die dem Liberalismus entscheidende Impulse verlieh.
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