Mit 1122 Farbfotos und 502 Schwarzweiß-Zeichnungen. Dieses Werk ist eine bis ins Detail durchdachte Tierspuren-Enzyklopädie für Einsteiger und Fortgeschrittene, mit 1100 Fotos und 500 Zeichnungen optisch und didaktisch hervorragend aufbereitet. Es enthält eine Einführung in die Grundlagen des Fährtenlesens, genaue Beschreibungen und Maße der Trittsiegel und Gangarten, dazu Gegenüberstellungen häufig verwechselter Arten sowie Vergleichstafeln der Fußspuren von Säugetieren und Vögeln in Lebensgröße. Die Spuren und Zeichen der Säugetiere Europas werden in ausführlichen Porträts vorgestellt. Das Buch behandelt darüber hinaus Fuß- und Fraßspuren, Nester, Bauten und weitere Spuren der wichtigsten Vögel, Reptilien, Amphibien und Wirbellosen.
Joscha Grolms hat Rezensentin Ulrike Fokken mit seiner Begeisterung für Tierspuren angesteckt: 2020 hat sie nach einem Lehrgang bei Grolms selbst ein Buch zum Thema geschrieben. Nun rezensiert sie das Buch ihres Lehrmeisters: Ob Kot, Bissspuren oder Hufabdrücke - Grolms befähigt seine Leser und Leserinnen dazu, jegliche Spuren europäischer Wildtiere zu erkennen, lesen wir. Dabei legt er stets Wert auf Vollständigkeit, Genauigkeit und Fachsprache, so Fokken, aber auch auf allgemeine Verständlichkeit. "Tierspuren Europas" ist daher sowohl für Anfänger als auch für Spuren-Experten geeignet, die beispielsweise erkennen wollen, ob es nun eine Haus- oder eine Wanderratte war, die durch den Garten gerannt ist. Derart genau sind die meisterhaft ausgeführten Punkt-Zeichnungen der Illustratorinnen, dass solche feinsten Unterschiede tatsächlich erkennbar werden. Grundlage für die detailgenauen Abbildungen und Beschreibungen, weiß die Rezensentin, ist eine schier unendliche Zahl gesammelter Daten zu Formen, Farben und Vorkommen verschiedenster Spuren. Und wenn dem Autor einmal nicht genug Daten vorliegen, verzichtet er konsequenterweise auf die Abbildung, lobt Fokken. Ein wissenschaftliches Werk "im besten Sinne" und schon jetzt ein Klassiker, schließt die Kritikerin.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…