Mit Fotografien von Maix Mayer. "Das Erinnern gehört zu uns lebenden Menschen. Das, was wir mit Erinnerung meinen, gibt es nur hier auf dieser Welt." (Josef Haslinger) In episodenartigen Kindheitserinnerungen versucht uns der Autor in eine Welt des Übergangs von der Kindheit zum frühen Erwachsenwerden zu entführen. Ausnahmslos autobiografisch und dennoch exemplarisch für mehrere Generationen: Der Drill und das Drangsal, der sich formende Charakter und die erwachende Lust auf ein Anderssein und auf die körperliche Liebe.Die Texte sind quasi in einem vor uns ablaufenden Film verwoben, den der vielfach preisgekrönte Bild-Architekt Maix Mayer gedreht und entworfen hat. So entsteht der Sound des Child in Time. In jeder Neugier lauert das Unheil, in jeglicher Domestikation aber auch die Rebellion.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2020
Rezensent Martin Lhotzky liest Josef Haslingers Geschichten seiner Kindheit und Jugend mit Beklemmung. So trist hatte er sich das Aufwachsen auf dem Land, im Kloster, dann doch nicht vorgestellt. Auf engem Raum gelingt es Haslinger laut Rezensent, Bilder im Leserkopf zu erschaffen, die Lhotzky freilich lieber schnell wieder loswird. Die reduzierte Sprache und der bittere Geschmack der Episoden lassen ihn aber nicht aus.
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