Joseph de Weck

Emmanuel Macron

Der revolutionäre Präsident
Cover: Emmanuel Macron
Edition Weltkiosk, Berlin 2021
ISBN 9783942377218
Gebunden, 208 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Frankreichs Wiedergeburt und Europas großer Auftritt auf der Weltbühne: Nichts Geringeres verspricht Emmanuel Macron, der 2017 gewählte, jüngste Staatspräsident der französischen Geschichte. Denn er sieht Innen- und Außenpolitik als ein Ganzes. Mit seinen klaren Ansagen und seinem unerschrockenen Kurs versetzt er das eigene Land und den ganzen Kontinent in Rage - und damit in Bewegung. Joseph de Weck porträtiert ein Land, so stolz und träumerisch wie sein Präsident, und doch stets am Rand der Überforderung. Wohin führt Macron Frankreich und Europa?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 05.08.2021

Rezensentin Christiane Kaess bedauert, dass in Joseph de Wecks Buch über den französischen Präsidenten die kleinen Leute und ihre Sicht auf Macrons Politik nicht zu Wort kommen. Der Autor konzentriert sich laut Kaess auf Intellektuelle und Wissenschaftler und ihre Meinung. Davon abgesehen aber gefällt ihr de Wecks Zugriff gut: wohlwollend, aber differenziert, kritisch und vor allem: kenntnisreich. De Wecks Analyse der Amtszeit Macrons und der französischen Gesellschaft überzeugt die Rezensentin durch gründliche Recherche und die eingängige Vermittlung von wirtschafts- wie außen- und sozialpolitischen Details.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.07.2021

Als Porträt sollte man dieses Macron-Buch lieber nicht lesen, räumt Nadia  Pantel unumwunden ein, denn der Autor hat Emanuel Macron weder getroffen noch liefert er eine gültige Einschätzung seiner Persönlichkeit. Aber eine Auflistung der immergleichen Anekdoten hätte Pantel auch ein bisschen gelangweilt. Dafür kommt sie in anderer Hinsicht auf ihre Kosten: Denn der Historiker und Politikwissenschaftler Joseph de Weck liefert ihr eine kluge Analyse französischer Zustände und einen differenzierten Blick auf Macrons Politik. Wie hier Niedergangsängste und ein vor Selbstbewusstsein strotzender Präsident aufeinanderkrachen, erklärt der Rezensentin auch ein wenig den völlig überzogenen Macron-Hass im Land, der gut dazu führen könnte, dass nach ihm die Dämme der Republik brechen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2021

Rezensentin Michaela Wiegel erfährt eine Menge Wissenswertes über Frankreich in dem Buch des Historikers Joseph de Weck. Die Landeskenntnis und Besonnenheit des Urteils, die der Autor an den Tag legt, scheinen Wiegel bemerkenswert, sein biografisches Wissen zu Macron dagegen eher mittelmäßig. Umso stärker ist de Weck laut Wiegel, wenn er Frankreichs jüngste Geschichte analysiert. Von Macron ausgehend entwirft er ein "vielschichtiges Sittenbild" des Landes, erklärt die Rezensentin, und stellt deutsche und französische Denkweisen vergleichend nebeneinander. Dabei wird für Wiegel unter anderem deutlich, dass Rechtspopulismus in Frankreich keine rein ökonomisch motivierte Sache ist, wie etwa Didier Eribon glaubt, sondern die Verdrossenheit der Bürger über den Zentralstaat eine ebenso wichtige Rolle spielt.
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