Aus dem Französischen von Christiane Landgrebe. Nicolas Sarkozy, von 2007 bis 2012 Präsident der Französischen Republik, blickt zurück auf die Jahre seiner Amtszeit. Er lässt Ereignisse Revue passieren, von denen auch hierzulande viele in Erinnerung geblieben sind, wie z. B. die Befreiung von Ingrid Betancourt aus der Hand der kolumbianischen FARC-Rebellen, an der er maßgeblichen Anteil hatte, oder die Gründung der Mittelmeerunion, die eines seiner Herzensprojekte war. Er schildert sowohl seine mitunter amüsanten Begegnungen als auch die manchmal schwierigen Verhandlungen mit den großen Akteuren des politischen Welttheaters, allen voran George W. Bush, Wladimir Putin und Angela Merkel, deren Charaktere und politische Strategien er analysiert. Und er gibt tiefe Einblicke in den persönlichen und politischen Alltag eines französischen Staatschefs, der in bester Absicht, Dinge voranzubringen und Lösungen zu finden, zuweilen die Grenzen des ihm von Verfassung und öffentlicher Meinung gesteckten Handlungsrahmens verließ und damit die strengen Wächter französischer Politikkultur gegen sich aufbrachte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2021
Rezensent Günther Nonnenmacher empfiehlt Nicolas Sarkozys "leicht zu lesendes" Buch über seine beiden ersten Amtsjahre nicht etwa, weil der ehemalige französische Präsident über Privates plaudern würde, sondern vor allem wegen interessanter Kollegenporträts zu Putin, Bush und Merkel. Dass der Autor sich als Wirbelsturm in der Innen- wie Außenpolitik präsentiert, wundert Nonnenmacher nicht, verblüffend findet er aber Sarkozys Eingeständnis von Fehlern und Schwächen. Die Auslandsreiseberichte im Text hätte sich der Autor laut Rezensent sparen können. Sie sind nicht mehr als Touristenfloskeln, meint Nonnenmacher.
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