Aus dem Amerikanischen von Thorsten Schmidt. Wachsende Ungleichheit ist kein Schicksal, sondern Folge politischer Entscheidungen, diese Überzeugung vertritt Joseph Stiglitz vehement. Deswegen fordert er eine Politik, die den Wohlstand endlich wieder gerechter verteilt. In seinem neuen Buch zeigt er uns, jenen 99 Prozent der Bevölkerung, denen die zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Reich und Arm schadet, welche Risiken die wachsende Ungleichheit birgt und was wir gegen sie tun können. 'Reich und Arm' versammelt die einflussreichsten Texte von Joseph Stiglitz aus den letzten Jahren, erstmals sind seine kämpferischen Einwürfe nun auf Deutsch zu lesen. Wer über die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft mitdiskutieren will, wird an 'Reich und Arm' nicht vorbeikommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2015
Das ist nicht nur ein einfacher Sammelband, versichert Rezensent Rudolf Hickel, auch wenn Joseph Stiglitz hier viele seiner Texte über die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft noch einmal herausgibt. Aber Stiglitz systematisiert seine Beiträge nicht nur äußerst hilfreich und macht sie darüber hinaus leichter zugänglich, er schreibt auch kurze Einführungen zu den einzelnen Kapiteln, die zudem in aktualisierter und teils korrigierter Form die Rezeption berücksichtigen, informiert der Kritiker. So liest Hickel etwa interessiert, dass Stiglitz bei der Revision seines früheren Gleichgewichtsoptimismus inzwischen von Thomas Piketty beeinflusst wurde oder wie der Autor die ideologische Rechtfertigung des Reichtums als Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze verurteilt. Ein instruktiver und aktueller Band, den der Kritiker vor allem Studierenden und Lehrenden der Wirtschaftswissenschaften, Politikern und Journalisten als Pflichtlektüre empfiehlt.
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