Jürg Halter

Nichts, das mich hält

Gedichte
Cover: Nichts, das mich hält
Ammann Verlag, Zürich 2008
ISBN 9783250106012
Gebunden, 61 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

"Auf was wartest du noch? / Ich sage dir: / Eine Schneeflocke wiegt 0,004 Gramm, / und zu gleichen Teilen fällst du aus allen Wolken." Nach seinem vielbeachteten Erstling "Ich habe die Welt berührt" legt der junge Schweizer Dichter Jürg Halter mit "Nichts, das mich hält" einen überraschenden zweiten Gedichtband nach. Die neuen Gedichte zeichnen sich durch einen melancholisch-leichten Ton aus und handeln u. a. von der Vergänglichkeit oder der Abwesenheit der Liebe: "Nach meinem Tod wünsche ich / wie hartes Brot / in einer Schwarz tragenden Familie / herumgereicht und / in unverblühter Erinnerung an dich / gebrochen zu werden."

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.11.2008

Der 1980 geborene Berner Lyriker und "Mundart-Rapper" Jürg Halter hat seinen Gedichtband einem zeitlosen Thema der europäischen Literatur verschrieben, dem Liebesschmerz, stellt Angelika Overath fest. Sie zeigt sich beeindruckt, wie Halter in einfachen, klaren Sätzen, die sich so gar nicht hermetischer Bilder bedienen, dennoch das Vertraute fast unmerklich ins Fremde kippen lässt. Die Liebesklage geht ihr durchaus zu Herzen, wobei sie zugleich eine "wunderbare Leichtigkeit" entdeckt, wie sie lobt. Die Gedichte trägt zudem einen "Glauben an die Hochseilartistik der Sprache", die dem Leser im Lektüreakt nichts weniger als die Rettung des sich unsicher gewordenen lyrischen ich's zutraut, so Overath eingenommen.