Die empirische Wahlforschung zählt zu den theoretisch und methodisch am weitesten entwickelten, von der Öffentlichkeit am stärksten beachteten Zweigen der Politikwissenschaft. Dieser Band vermittelt Grundlagenwissen über die zentralen Konzepte, Methoden und Befunde der empirischen Wahlforschung und gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung. Den Schwerpunkt bilden theoretische Ansätze zur Erklärung von Wahlverhalten. Sie werden ausführlich dargestellt, kritisch diskutiert und systematisch miteinander verglichen. Daneben geht der Band auf ausgewählte Themen der Wahlforschung ein, u.a. auf Nichtwahl, Wechselwahl, die Wahl extremer Parteien sowie den Einfluss von Wertorientierungen und Massenmedien auf das Wahlverhalten. Ferner enthält er Überblicke über die Geschichte demokratischer Wahlen, die Historische Wahlforschung, die Wahlsystemforschung und die Wahlkampfforschung.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.11.2006
Als "Standardwerk" würdigt Rezensent Ralf Altenhof diesen von Jürgen W. Falter und Harald Schoen herausgegebenen Band zum Thema Wahlforschung. Theoretiker wie Praktiker werden darin seines Erachtens auf ihre Kosten kommen. Denn neben Methodenproblemen der empirischen Wahlforschung oder Fragen des Wahlsystems werden auch konkrete Fragen wie die sinkende Wahlbeteiligung und das Phänomen des Wechselwählers thematisiert. Altenhof lobt die fundierte Sachkenntnis und die Aktualität der Beiträge, die umfassend sämtliche Aspekte der Wahlforschung abhandeln. Vermisst hat er nur ein Verzeichnis der Autoren. Dafür schätzt er das Glossar und das ausgezeichnete fast 150-seitige Literaturverzeichnis.
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