Wie sollte man philosophische Fragestellungen beantworten? Etwa: Was ist Wissen? Was bedeuten sprachliche Ausdrücke? Kann man etwas absichtlich tun, ohne es zu beabsichtigen? Haben wir einen freien Willen? Vertreter einer jungen philosophischen Bewegung geben eine interessante Antwort: Sie denken, wir sollten Fragen wie diesen mithilfe empirisch-psychologischer Methoden auf den Grund gehen. Sie glauben an eine experimentelle Philosophie (X-Phi). Diese Einführung gibt einen anschaulichen Einblick in das neue Forschungsfeld der X-Phi. Sie grenzt diese zunächst von konkurrierenden Sichtweisen wie etwa der analytischen Philosophie ab und erläutert die Logik experimentell- philosophischer Argumente. Danach stellt sie einflussreiche experimentell-philosophische Beiträge zur Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Philosophie des Geistes und Handlungstheorie vor, um schließlich die florierende metaphilosophische Debatte zwischen experimentellen Philosophen und ihren Kritikern in den Blick zu nehmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2016
Rezensent Gerd Schrader hätte dem Buch des Philosophen Nikil Mukerji ein besseres Lektorat gewünscht, das Längen und Wiederholungen gestrichen hätte. Warum der Autor den Band "Die Experimentelle Philosophie in der Diskussion" nicht erwähnt, kann er sich auch nicht erklären. Davon abgesehen scheint ihm das Buch materialreich Konzeptionen vorzuführen, um Intuitionen empirisch zu überprüfen. Auch wenn solche Untersuchungen nicht hinreichen, um philosophische Theorien zu revidieren, wie Schrader meint, rufen sie doch zur Bescheidenheit. Dass der Autor auch die Einwände gegen die experimentelle Philosophie diskutiert, gefällt dem Rezensenten. Als Einführung, findet er, taugt der Band gut.
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