Die Wahl rechtsextremer Parteien sorgt in regelmäßigen Abständen für mediale Aufmerksamkeit und Besorgnis. Dennoch ist das Phänomen des sehr gemischten Erfolges rechtsextremer Parteien noch wenig geklärt. Dieses Buch untersucht deshalb erstmals umfassend und auf breiter empirischer Datenbasis für 13 EU-Staaten sowie Norwegen und über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren die Wähler und die Bedingungen für die Wahlerfolge rechtsextremer Parteien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.02.2009
Die Verdienste dieser Studie von Kai Arzheimer streicht Frank Decker deutlich heraus. Dass der Autor die Gründe für die Wahlerfolge rechtsextremer Parteien in Westeuropa erstmals systematisch und "annähernd erschöpfend" analysiert und sich dazu sowohl der einschlägigen Modelle der Wahl- wie auch der Rechtsextremismusforschung bedient, hält er für so sinnvoll wie überfällig. Respekt hat Decker vor dem Berg an Umfragematerial, das den Autor unter Zuhilfenahme statistischer Methoden zu nicht weniger als 63 Hypothesen führt. Decker erläutert das Variablenmodell, mit dem der Autor rechtes Wahlverhalten zu erklären versucht. Er stellt fest, dass Arzheimer den Einfluss individueller Merkmale des Wählers wie auch die Bedeutung von "Kontextbedingungen", etwa die Arbeitslosenquote, nachweisen kann. Betreffend den Vergleich zwischen den Ländern erscheinen Decker die vorgestellten Befunde allerdings wenig ergiebig. Um so sympathischer ist ihm der Autor, der in diesem Zusammenhang die Grenzen des eigenen Forschungsansatzes reflektiert. Das Zielgruppenfazit des Rezensenten lautet: Ein Buch weniger für den interessierten Laien, als für methodisch versierte Wahlsoziologen.
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