Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2006
Großes Kopfschütteln bei Rezensent Wilfried von Bredow. Jürgen Hübschens vermeintliche Analyse der amerikanischen Irak-Politik sei nicht mehr als ein umfangreiches "Monster-Pamphlet" voller "unklarer und parteiischer Begrifflichkeiten". Als ehemaliger Generalstabsoffizier, so der Rezensent, leiste der Autor zwar eine durchaus interessante Beschreibung der Organisationsprobleme der amerikanischen Streitkräfte, sobald es jedoch um eine Erklärung der amerikanischen Politik gehe, verflüchtige sich jeder Sachverstand, schimpft Bredow. Hübschen habe keinerlei "sinnvoll ordnende Grundvorstellung" von internationaler Politik und gelange nie über seine "Ressentiments" hinaus. Der Rezensent konzediert zwar viele kritikwürdige Handlungsweisen der amerikanischen Politik, doch verstricke sich der Autor in seinem konzeptlosen Rundumschlag in einen Wald von widersprüchlichen Erklärungen und Behauptungen. Wenn beispielsweise, beginnt der Rezensent seine kleine Liste mit Widersprüchen, die amerikanische Nahostpolitik "einerseits" als "konzeptlos" bezeichnet werde, könne sie "andererseits" schlecht als "wohlkalkuliertes" Streben nach "Weltherrschaft" denunziert werden.
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