"Politische Theologie - gegengelesen" fragt nach der Aktualität der Politischen Theologie. "Gegenlesen" steht für Relecturen, Korrekturen, Kritiken, Erweiterungen. Dieses Jahrbuch arbeitet an Problemverschärfungen, nicht zuletzt im Blick auf die Neue Politische Theologie selbst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2008
Alexander Kissler verbindet seine Besprechung dieses Bandes mit einer generellen Würdigung des politischen Theologen Johann Baptist Metz zu dessen achtzigstem Geburtstag. Politische Theologie sei für Metz eschatologisch und apokalyptisch an das Mitgefühl mit den Leidenden gebunden, weshalb Geschichtsbewusstsein eine herausragende Rolle in seiner Theologie spiele. Die Herausgeber Jürgen Manemann und Bern Wacker zeigen nach Kisslers Ansicht überzeugend, dass der Begriff "politische Theologie" seit Augustinus bis ins 20. Jahrhundert hinein negativ verwendet und erst bei Carl Schmitt ins Positive gewendet wurde, hier allerdings mit "eher heidnischen als christlichen Implikationen", so der Rezensent. Er stimmt den Herausgebern zu, wenn sie bei Metz von einer "Neuschöpfung" des Begriffs sprechen, genauso wie er mit ihnen einer Meinung ist, dass die politische Theologie heute eher eine randständige Rolle spielt. Mit Ausflügen in die politische Psychotherapie oder die Luhmann'sche Systemtheorie unternimmt dieser Band Vorstöße in noch unerschlossene Gebiete und macht deutlich, wo in Zukunft noch tiefer gebohrt werden muss, so Kissler angeregt.
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