Aus dem Englischen von Andreas Rostek. Die belarusische Dichterin Julia Cimafiejeva ist seit November letzten Jahres in Österreich. Im Rahmen des Programms "writers in exile" lebt sie zusammen mit ihrem Mann Alhierd Bacharevič in Graz. Sie hat dort ein Tagebuch weitergeführt, das sie seit den Tagen vor den Präsidentschaftswahlen in ihrem Land im August 2020 führt - eine Chronik der Ereignisse in klaren, eindrücklichen Worten, eine Chronik von Hoffnung und Gewalt, Notizen aus einem Land, das von einem absurden autoritären System in eine offene Diktatur abgleitet - weil die Bevölkerung aufgestanden ist und sich mit den Lügen der Machthaber nicht mehr abfinden will.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2021
Rezensentin Kerstin Holm empfiehlt das teils im Grazer Exil der Autorin entstandene Tagebuch der belarussischen Dichterin Julia Cimafiejeva zur Erinnerung an die Ereignisse in Belarus vor einem Jahr. Dass das Engagement der Autorin für ihre Heimat älter ist, kommt dem Buch laut Holm zugute. So lernt der Leser auch die Stimmung vor den Wahlen kennen. Ferner erfährt Holm, dass die Frauen der Revolution wie Popstars gefeiert wurden und wie die Demonstranten einander Mut machten. Darüber hinaus vermittelt das Buch auch die Schuldgefühle der emigrierten Dichterin, meint Holm.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 13.07.2021
Beeindruckt liest Rezensentin Lara Sielmann dieses Minsker Tagebuch der ins Grazer Exil geflüchteten belarussischen Autorin Julia Cimafiejva. Es protokolliert die Tage des Aufbruchs, als sich die Bevölkerung gegen die von Machthaber Lukaschenko gefälschten Wahlen erhob, die Ernüchterung und schließlich die Furcht, die das Regime nach der Niederschlagung der Proteste über dem Land verbreitete. Rezensentin Sielmann liest Cimafiejvas Notate als literarisches Dokument des menschlichen Freiheitsstrebens. sind. Die Fragen, die diese Armee kompromissloser Frauen aufwirft, scheinen Staude zu interessieren. Über die literarischen Qualitäten des Buchs verrät sie allerdings nichts.
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