Ein Treppenhaus erzählt die Geschichte eines Landes am Rande, das sich im Herzen Europas sieht. Weißrussland, oder besser: Belarus, ist erst 1991 in die Unabhängigkeit gelangt. Da war unsere Autorin ein Mädchen, und so durfte sie mit dem Land zusammen aufwachsen und ihre nationale Identität nicht nur entdecken, sondern auch miterfi nden. Rauf und runter läuft sie nun in ihrem Treppenhaus in Minsk und erzählt von Tasja und von Wowka-Bootsmann und Saschka-Skelett, von den Assinows und den Kirillows und manchem anderen...
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 02.05.2020
Carsten Hueck entdeckt ein ganzes Dutzend kleiner Romane in Maryna Rakhleis essayistischen Miniaturen aus Belarus. Wie die Autorin sich ihrer widersprüchlichen Heimat über persönliche Geschichten annähert, findet Hueck farbig und aufschlussreich. Eine ganze Gesellschaft entsteht quasi durch den Blick ins eigene Treppenhaus, stellt der Rezensent fest, unterschiedlichste Typen und Geschichten jenseits sowjetischer Propaganda.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…