Ein Treppenhaus erzählt die Geschichte eines Landes am Rande, das sich im Herzen Europas sieht. Weißrussland, oder besser: Belarus, ist erst 1991 in die Unabhängigkeit gelangt. Da war unsere Autorin ein Mädchen, und so durfte sie mit dem Land zusammen aufwachsen und ihre nationale Identität nicht nur entdecken, sondern auch miterfi nden. Rauf und runter läuft sie nun in ihrem Treppenhaus in Minsk und erzählt von Tasja und von Wowka-Bootsmann und Saschka-Skelett, von den Assinows und den Kirillows und manchem anderen...
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 02.05.2020
Carsten Hueck entdeckt ein ganzes Dutzend kleiner Romane in Maryna Rakhleis essayistischen Miniaturen aus Belarus. Wie die Autorin sich ihrer widersprüchlichen Heimat über persönliche Geschichten annähert, findet Hueck farbig und aufschlussreich. Eine ganze Gesellschaft entsteht quasi durch den Blick ins eigene Treppenhaus, stellt der Rezensent fest, unterschiedlichste Typen und Geschichten jenseits sowjetischer Propaganda.
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