Juliane Streich (Hg.)

These Girls, too

Feministische Musikgeschichten
Cover: These Girls, too
Ventil Verlag, Mainz 2022
ISBN 9783955751692
Broschiert, 304 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Neben den porträtierten Künstlerinnen aus "These Girls" gab und gibt es selbstverständlich noch unzählige weitere Kandidatinnen für einen solchen Eintrag in die Musikgeschichte. Und so legen wir mit "These Girls, too" einen Folgeband nach, der Lücken füllt, übersehene Musikerinnen ins Rampenlicht rückt und Neues zu bekannten Künstlerinnen erzählt. Wieder wird über den persönlichen Blick von fast 100 Autor:innen die Vielfalt einer feministischen Musikgeschichte aufbereitet. Autor:innen wie Paula Irmschler, Franz Dobler, Sibel Schick, Jacinta Nandi, Ted Gaier, Nina Kummer, Linus Volkmann, Kersty und Sandra Grether, Ebba Durstewitz, Kuku Schrapnell und andere schreiben über Amy Winehouse, Moe Tucker, Gudrun Gut, Britney Spears, Mercedes Sosa, Gianna Nannini, Joan Jett, Little Simz, Sibylle Baier, Vashti Bunyan, Billie Eilish, Stevie Nicks und zahlreiche weitere.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.09.2022

Rezensent Robert Mießner freut sich über einige wertvolle Empfehlungen in dem von Juliane Streich herausgegebenen zweiten Band über kämpferische Musikerinnen sowie die historische Bedeutsamkeit ihrer Werke. Beeindruckend findet Mießner vor allem die stilistische und geografische Diversität der porträtierten Künstlerinnen. Allerdings, stellt er auch einmal mehr fest: Je größer der Anspruch auf Diversität oder, wie er es nennt: der "Traum" von "Vollständigkeit", desto größer wird auch die Gefahr der Auslassung bestimmter Gruppen, Kreise, Gegenden. In "These Girls, too" ist es zum Beispiel die DDR und Osteuropa, die ihrer Repräsentation weiter harren müssen. So ergibt sich für Mießner die Frage: Wie ein Kampf gegen Diskriminierung zu führen ist, ohne einige aufs "höchste Podest" zu stellen, und andere unter den Tisch fallen zu lassen, ohne also neue Hierarchien zu schaffen. Eine Frage, die, so meint man ihn zu verstehen, auch die Herausgeberin sich hätte stellen sollen. Zudem, kritisiert der Rezensent, hätten Lektorat und Korrektorat die Augen ruhig ein kleines bisschen weiter aufmachen können.

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