Das Buch untersucht den sozialen Wandel von familialer Erziehung in drei Generationen im Zeitraum vom Kaiserreich bis zur Gegenwart. Die Ergebnisse der empirisch-qualitativen Generationenporträts münden in eine Theorie der Familienerziehung.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 02.10.2002
Es ist die empirische Ebene, auf der die Koblenzer Professorin für Erziehungswissenschaften brilliert, findet Barbara Sichtermann. Jutta Ecarius hat 132 Intensivinterviews geführt, die sie ihrer qualitativen Studie zu Grunde legte; und hier ist sichtbar geworden, so Sichtermann, dass die Familie nach wie vor als "zuverlässigster Hort der Loyalität" gilt. Zudem wartet die Studie mit der Überraschung auf, dass "die großen Linien der Veränderung von Erziehungsstilen keinen Ost-West-Unterschied aufweisen", schreibt die Rezensentin. Hier wie dort habe sich der Ablösungsprozess vom "autoritären Befehlshaushalt" zum "modernen Verhandlungshaushalt" vollzogen, zitiert sie Ecarius und ist ihr ganz offensichtlich sehr dankbar, dass sie gegen alarmistische Stimmen eine Tiefenstudie setzt, die eben jenen von Sichtermann so verabscheuten Alarmismus sanft zurückweist.
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