Das Buch untersucht den sozialen Wandel von familialer Erziehung in drei Generationen im Zeitraum vom Kaiserreich bis zur Gegenwart. Die Ergebnisse der empirisch-qualitativen Generationenporträts münden in eine Theorie der Familienerziehung.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 02.10.2002
Es ist die empirische Ebene, auf der die Koblenzer Professorin für Erziehungswissenschaften brilliert, findet Barbara Sichtermann. Jutta Ecarius hat 132 Intensivinterviews geführt, die sie ihrer qualitativen Studie zu Grunde legte; und hier ist sichtbar geworden, so Sichtermann, dass die Familie nach wie vor als "zuverlässigster Hort der Loyalität" gilt. Zudem wartet die Studie mit der Überraschung auf, dass "die großen Linien der Veränderung von Erziehungsstilen keinen Ost-West-Unterschied aufweisen", schreibt die Rezensentin. Hier wie dort habe sich der Ablösungsprozess vom "autoritären Befehlshaushalt" zum "modernen Verhandlungshaushalt" vollzogen, zitiert sie Ecarius und ist ihr ganz offensichtlich sehr dankbar, dass sie gegen alarmistische Stimmen eine Tiefenstudie setzt, die eben jenen von Sichtermann so verabscheuten Alarmismus sanft zurückweist.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…