Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004
Für Willibald Sauerländer ist dieses von Utta Held und Martin Papenbrock herausgegebene Buch ein "wichtiger Sammelband" zur Kunstgeschichte im Nationalsozialismus. So zeigt das Buch für den Rezensenten vor allem, dass die Diskussion über die "Rolle der Geisteswissenschaften im dritten Reich" allmählich eine "neue diagnostische Stärke" erlangt. Außerdem werde erkennbar, dass wir "erst am Anfang einer historisch-kritischen Durchleuchtung dieser irritierenden Kumpanei stehen". Das Buch, erfährt man, versammelt Fallstudien zur kunstgeschichtlichen Forschung und Lehre in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Marburg, München, Tübingen, Wien und Posen. Diese, hebt Sauerländer hervor, würden keine "monolithischen Antworten" auf die Frage nach der Rolle der Kunstgeschichte liefern. Vielmehr würden "zögernde Anpassung, Andienerei, Korrekturversuche, genuine Sympathie und blanke Mittäterschaft", etwa beim Kunstraub in Polen, bis in die einzelnen Personen hinein "schillernd" ineinander übergehen. Den "Ansatz" der Buches fand der Rezensent "stimulierend", denn es werde nicht nur nach Verstrickungen, sondern "nach der politischen Funktion einer Geisteswissenschaft im Dritten Reich" gefragt.
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