Aus dem Dänischen von Günther Frauenlob. Mit limitiertem Farbschnitt. Es ist früher Morgen, als an der Küste von Nieby eine Leiche gefunden wird. Die Tote entpuppt sich als vermisste Dänin, und der Ermittler Mads Lindstrøm wird zur Identifizierung nach Kiel geschickt. Dort hat die Gerichtsmedizin eine erschütternde Entdeckung gemacht: Spuren an dem toten Mädchen deuten darauf hin, dass sie nicht das erste Opfer eines bestialischen Mörders ist. Obwohl der deutsche Kommissar Thomas Beckmann von dieser Theorie nicht überzeugt ist, stürzt sich Mads in den Fall. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, ist er bereit, jedes Mittel einzusetzen, um den Mörder zu stoppen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.03.2025
Rezensent Stephan Opitz freut sich, dass der skandinavische Krimi immer noch Neues, Überzeugendes zu bieten hat: Dieser Band der Dänin Karen Inge Nielsen spielt im deutsch-dänischen Grenzgebiet, ein Mädchen, das offenbar nach einer Vivisektion gestorben ist, wird in Schleswig-Holstein an Land gespült, der Däne Mads Lindstrom soll ermitteln. Die elfjährige Tote Caroline bleibt nicht das einzige Opfer, die Auflösung der Fälle hat etwas mit der griechischen Mythologie und dem Namen "Charon" zu tun, verrät Opitz. Dass Nielsen die Vorgänge so kühl schildern kann, liegt sicher an ihrem Hauptjob in der Pathologie, vermutet er, und ist gespannt auf die kommenden Bände, die wieder das interkulturelle Vermögen der Autorin im deutsch-dänischen Grenzbereich zeigen sollen.
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