Sieben Jahre Schlaf erzählt die Geschichte von drei Frauen und ihrer Sehnsucht nach Geborgenheit. Sie erzählt von Lucies Grossmutter Estelle, die als sehr junge, unverheiratete Mutter ihre Tochter nach der Geburt zu Pflegeeltern gegeben hat. Sie erzählt, wie Lucies Mutter Aline ihren Mann und schließlich auch ihre Tochter verlässt. Lucie, die ihre Mutter nach einem Gehirnschlag, im Dorf ihrer Kindheit besucht, verliert sich in der Erinnerung, während draußen ein glühend heißer Sommer alle Sinne betäubt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.07.2011
Rezensent Rainer Moritz attestiert der Schweizer Autorin Karin Richner durchaus großes Talent, Stimmungen und Landschaften zu beschreiben, dennoch ist er von ihrem Roman nicht ganz überzeugt. Richner erzählt von einer Frau, die nach zwanzig Jahren ohne Kontakt ihre Mutter in einem Krankenhaus in Südfrankreich besucht und sich mit ihrer konflikthaften Familiengeschichte konfrontiert sieht. Richners Idee, familiäre Abgründe über drei Frauengenerationen hinweg zu erzählen, findet Rezensent Moritz nur bedingt originell, mitunter scheinen ihm Handlungen, Bewegungen und Konturen auch etwas zu betont in ihrer Sachtheit. Umso erstaunter ist er dann über das drastische, kolportagehafte Finale des Romans, das ihm absolut nicht gefiel.
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