Karin Smirnoff

Mein Bruder

Roman
Cover: Mein Bruder
Hanser Berlin, Berlin 2021
ISBN 9783446269422
Gebunden, 336 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein. Ein Familiendrama, das auf dem einsamen schwedischen Land spielt - In Karin Smirnoffs Debüt geht es um das Leben. Um Liebe und Gewalt. Um das, was schön, und das, was kaputt ist. Und um das Allerwichtigste: Vergebung.Jana fährt an den Ort ihrer Kindheit, um ihren Zwillingsbruder zu besuchen, und beschließt zu bleiben. Denn in Smalånger ist alles wie immer: Ihr Bruder trauert einer Liebe nach, die es nicht hätte geben dürfen, und trinkt zu viel, ihre Mutter lebt nach einem Schlaganfall im Pflegeheim, und ihre ehemaligen Freunde sinnen auf Rache. Und dann ist da noch John mit Augen wie schwarze Löcher, der ihr mit leidenschaftlicher Liebe, aber auch unkontrollierter Aggression begegnet und Erinnerungen an ihre Kindheit im Schatten des bedrohlichen Vaters wachruft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 11.06.2021

Rezensentin Katharina Granzin scheint sehr angetan von Karin Smirnoffs im schwedischen Norrland spielenden Roman und freut sich schon auf eine Fortsetzung. Die Geschichte um das gemeinsame Schicksal eines Zwillingspaars, um das Leben in der schwedischen Provinz und einen rätselhaften Todesfall erzählt die Autorin laut Granzin als Puzzle aus Rückblenden und Gegenwartsmomenten. Der Verzicht auf konventionelle Interpunktion zieht Granzin nach kurzer Gewöhnungsphase nur noch stärker ins Geschehen. Der Text hat einen ungewöhnlichen Flow, findet sie.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 25.05.2021

Rezensentin Anne Kohlick liest den ersten Band von Karin Smirnoffs Trilogie mit Spannung und mit Entsetzen. Was die auf den Familienhof im schwedischen Västerbotten zurückkehrende Ich-Erzählerin an bösen Erinnerungen an den prügelnden Vater, die bigotte Mutter und den saufenden Zwillingsbruder vor der Leserin ausbreitet, hat es in sich, warnt Kohlick. Da hilft auch der Humor der Erzählerin nichts. Fesselnd findet Kohlick auch die dialektal geprägte Sprache ohne Kommas und ohne Satzzeichen, die Gedachtes und Gesagtes trennen könnten. Chapeau! vor der Übersetzerin, ruft Kohlick.
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