Helmut Kohl sagte: "Ich habe nicht die Absicht, deren Namen zu nennen, weil ich mein Wort gegeben habe." Wolfgang Schäuble sagte: "Es gibt keine anonymen Spender." Heiner Geißler sagte: "Es gab auch andere Konten, das ist wahr." Als Helmut Kohl im Winter 1999 im Mittelpunkt der CDU-Spendenaffäre stand, verschwieg er das System der schwarzen Kassen und täuschte die Öffentlichkeit mit seinem "Ehrenwort" zu anonymen Spendern, die es gar nicht gab. Die Wahrheit wäre für ihn und die CDU offensichtlich zu gefährlich geworden. Doch woher kam das Geld, mit dem die CDU über Jahrzehnte ihre politische Macht erkaufte?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2020
Günther Nonnenmacher kann mit dem Buch von Karl-Heinz Ebert nicht viel anfangen. Dem Spendenskandal um Kohl und die schwarzen Kassen vermag der Autor laut Rezensent nichts Handfestes hinzuzufügen. Eberts langatmige Erinnerungen über das Leben und Wirken seines Vaters, der offenbar eher zufällig in den "Bimbes"-Skandal verwickelt wurde, allerhand Spekulationen und das Aufkochen von Altbekanntem lassen Nonnenmacher nur müde gähnen.
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