Wir sind Zeugen eines historischen Augenblicks: Zwei Länder, die gemeinsam ein Drittel der Weltbevölkerung stellen und deren wirtschaftliche Dynamik immens ist, schicken sich an, das neue Zentrum der Weltwirtschaft zu werden. Nach jahrzehntelangen Konflikten über den Grenzverlauf nähern sich Indien und China heute nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch immer stärker an. Der Asien-Experte Karl H. Pilny untersucht die Entwicklung und gibt Ausblicke auf ihre globalen wirtschaftlichen und politischen Folgen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2006
Hanebüchen findet der Rezensent Carlos Widmann den von Karl H. Pilny dahergeschriebenen "Tanz der Riesen", in dem Indien und China zu neuen Supermächten stilisiert werden. Pilny raune in einem fort, erliege dem "Sog der Superlative" und wolle Indien mit aller Gewalt an China vorbeiziehen sehen, auch wenn er dazu hochspekulative Zukunftsszenarien (etwa die verheerende Explosion einer Shanghaier Chemiefabrik) herbeizaubern muss. Die Umweltthematik, die der Rezensent in diesem Zusammenhang für wichtig hält, wird von Pilny tunlichst umgangen, und so bleibt dem Rezensent nur das Fazit, dass es sich bei diesem Buch um pünktlich zur Frankfurter Buchmesse veröffentlichte "Sensationshuberei" zum Gastland Indien handelt.
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