Bearbeitet von Dorothea Sattler. Herausgegeben von der Karl-Rahner-Stiftung unter Leitung von Karl Lehmann, Johann B. Metz, Karl-Heinz Neufeld und anderen. Der Band enthält vielbeachtete Beiträge Karl Rahners zu Geschichte und Theologie der Buße aus den Jahren 1936 bis zur (Nach-)Konzilszeit. Sie zeigen Rahners historisches Interesse und seine profunde Kenntnis frühchristlicher Literatur zur Bußlehre wie zur Bußpraxis der alten Kirche, greifen strittige Themen - Ablass, Einzelbeichte, Bußandacht - ebenso auf wie existentielle Grundfragen - Schuld, Versöhnung - und zeugen so von einer Durchdringung des Bußthemas, die für heutige Probleme beachtliche Impulse zu bieten vermag.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.05.2006
Karl Rahners Aufsätze zeigen, wie intensiv und aus welch unterschiedlichen Perspektiven sich die Kirche im Laufe ihrer Geschichte mit der Sünde befasst hat, meint Jan-Heiner Tück. In der Betrachtung der diversen auch öffentlichen Bußpraktiken wird Jan-Heiner Tück die gesellschaftliche Relevanz des Umgangs mit der Sünde bewusst. Zudem finden sich laut Rezensent anerkennenswerte Einzelstudien zu Kirchenvätern wie Origenes, Tertullian, oder Cyprian von Karthago. Im zweiten Teil des Bandes widmet sich der vor allem als systematischer Theologe bekannte Karl Rahner dann abstrakteren Fragen wie der Entlastung durch die Schuldvergebung. An der von Dorothea Sattler besorgten Edition hat Tück nichts auszusetzen, die Einleitung lobt er als wohlinformiert.
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