Das Werk behandelt insgesamt die Geschichte der kirchlichen Glaubensnormen von der Alten Kirche bis zum Ausgang des Reformationszeitalters. Thema dieses Teilbandes ist die 'abendländische Epoche', mit der die Geschichte der Glaubensnormen aus dem west-östlichen ökumenischen Verbund in den lateinisch-katholischen Bezugsraum eintritt. Personale Schwerpunkte sind Augustin, Thomas von Aquin und Luther. Der "Grundriss", der klar und übersichtlich die dogmengeschichtlichen Zusammenhänge darstellt, ist sowohl für protestantische als auch für katholische Leser bestimmt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2000
In einer sehr inhaltsreichen Rezension geht Wolfram Kinzig recht hart mit diesem Beitrag ins Gericht. Allerdings räumt er ein, dass sich die Dogmengeschichtsschreibung seit einiger Zeit ohnehin in einer Krise befindet. Beyschlags Beitrag ist - so Kinzig - nach mehr als fünfzig Jahren nun die erste Dogmengeschichte, die von einer einzigen Person verfasst wurde, was die vom Rezensenten kritisierte "thematische Selbstbeschränkung" nachvollziehbar erscheinen lässt. Kinzig vergleicht die Studie mit dem Standardwerk von Adolf von Harnack und stellt dabei Gemeinsamkeiten wie auch gravierende Unterschiede fest. So habe Harnack beispielsweise im Dogma `ein Werk griechischen Geistes auf dem Boden des Evangeliums` ausgemacht, Beyschlag hingegen sehe in der Dogmengeschichte eher die `Geschichte von der Entstehung, Gestalt und Auswirkung der objektiven, überpersönlichen kirchlichen Glaubensnormen` - etwas, was Kinzig nicht nur wegen des metaphysischen Einschlags fragwürdig findet. Problematisch findet Kinzig darüber hinaus so manche Ausblendungen "weiter Bereiche der theologischen Entwicklung" und die kaum näher begründete Abqualifizierung katholischer Dogmen wie auch der Barmener Theologischen Erklärung. Kinzig weiß die Fachkenntnis des Autors und den Materialreichtum des Buchs zwar durchaus zu schätzen, ebenso wie die Quellenauswertung und den Bezug zur "Forschungsgeschichte". Allerdings habe Beyschlag sich - wie Kinzig bedauert - auf deutsche Autoren beschränkt. Auch sei die Lektüre des Bandes (nicht nur wegen der zahlreichen lateinischen Zitate) selbst für Fachleute mühselig.
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