Die großen Apologeten des frühen Christentums (u.a. Justin, Tertullian, Clemens von Alexandrien, Origenes, Eusebius, Athanasius, Augustin) haben sich mit dem denkerischen Ansatz und literarischen Werk der renomierten Christengegner (u.a. Celsus, Porphyrius, Julian, Symmachus) intensiv auseinandergesetzt. Traditioneller Religiösität und philosophischer Rationalität, die sich gegen den Glauben an einen "gekreuzigten Logos" verwahrten, stellten sich die Apologeten argumentativ entgegen und präsentierten - in überraschender Aktualität - das Christentum als Synthese von Religion und Philosophie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.02.2001
Friedrich Prinz hält das Buch über die Auseinandersetzungen zwischen Frühchristen und Heiden für ein "wichtiges Buch", das in der heutigen Zeit der Globalisierung sogar "überraschend aktuell" sei. Der Autor entwerfe ein "überzeugendes Bild" der Kontroversen über das Christentum und sei "spannend" geschrieben. Allerdings sieht er auch Schwächen in der Studie, nämlich dort, wo Fiedrowicz die Argumente der paganen Gegner darstellt. Hier bleiben dem Rezensenten die Darlegungen zu "oberflächlich" und knapp. Er hätte sich gewünscht, dass die nur in Fragmenten erhaltenen Gegenreden wider die christlichen Lehren "genauer" dargestellt worden wären, um ein "textmäßig gesichertes Gleichgewicht" zwischen den beiden Lagern zu erreichen.
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