Trotz seiner mentalen Leistungsfähigkeit und des technischen Fortschritts ist der Mensch im Laufe der Evolution nicht gleichsam zufriedener geworden. Im Alltag handeln wir oft wie Tiere: unbewusst und irrational. Wir verlassen uns lieber auf unser Bauchgefühl. Meist ist das gut so. Doch wie gelingt es uns, mit unserem Steinzeitgehirn, das sich in mehr als 100 000 Jahren nicht maßgeblich verändert hat, auf die modernen Lebensanforderungen der digitalen Welt angemessen zu reagieren? Als Biologe und Verhaltensforscher plädiert Brensing dafür, das Tier in uns anzunehmen und zu respektieren. Erst dann werden wir den Spagat zwischen den technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und unserem eigenen Glück meistern.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.07.2024
Rezensent Michael Lange stößt auf viele wichtige Fragen zum Thema KI im Buch des Verhaltensforschers Karsten Brensing. Brensing beginnt mit der evolutionären Entwicklung der menschlichen Intelligenz, für die der Autor das Zusammenleben in der Gemeinschaft für essentiell hält. Für Lange ist dieser Teil des Buches gut lesbar und spannend, weil Brensing gekonnt Fakten und Anekdotisches vereint. Widersprüchlich erscheint dem Rezensenten, dass Brensing in praktischer Feldforschung einerseits Schwachstellen der KI aufzeigt, andererseits aber eine künstliche Superintelligenz als Weltretter vorschlägt. Anregend ist der Band für Lange dennoch.
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