Was hat eine Grille mit einem Streichinstrument gemeinsam? Gibt es tatsächlich Käfer, die ihre Leuchtorgane dimmen können? Und wie kann es sein, dass man Heuschrecken einer bestimmten Spezies mal mit roten, mal mit grünen Beinen findet? Nur eine Laune der Natur, oder hat die Evolution hier eine neue Art hervorgebracht? Kakerlaken, Ameisen, Wespen, Quallen und Würmer - oft sind es die unscheinbaren, die stechenden, die vermeintlich ekligen Tierchen, die uns mit ihren faszinierenden Geschichten besonders überraschen. Frank Nischk, passionierter Zoologe und Insektenliebhaber, lässt uns staunen über die verborgene Schönheit, die unglaubliche Formenvielfalt und die komplexen Verhaltensweisen der Insekten, sei es im heimischen Baggersee oder im tropischen Regenwald.
Michael Pilz schaudert wohlig beim Gedanken an die Zerstörungskraft von Bakterien und Viren. Der Mensch ist nichts dagegen! Auch Raubtiere können da nicht mithalten. Lustvoll folgt der Rezensent daher dem Kölner Biologen Frank Nischk in die "fabelhafte Welt der fiesen Tiere". Er lässt sich, zwischen Empathie und Ekel schwanken, Geschichten von Tsetsefliegen, Laufmilben und Rattenflöhen erzählen, von Riesenameisen und Kurzschwanzgrille. Und auch dass die Küchenschabe nur dazu da ist, um als "Erfolgsmodell des egoistischen Gens" über Jahrmillionen zu überdauern, lernt Pilz aus diesem Buch.
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