In diesem Buch will ich mich stellen: dem Verdruss in unserem Land und der Erwartung, "die da oben" wissen zwar nicht, was los ist, sollen es aber für mich regeln. Ich gehöre zu "Die da oben" - und bin auch Bürgerin und Nachbarin, Oma, Mutter, Frau, Ostdeutsche. Ich will wissen, wie es der deutschen Seele geht. Katrin Göring-Eckardt erkundet die wunden Punkte unseres Landes und fahndet nach Fragen, die seine Menschen wirklich bewegen. Sie begegnet Ermatteten und Optimisten, Grollenden und Zugewandten - und sucht in all den Treffen nach dem, was uns trotz aller Verschiedenheit verbinden kann. Ein Buch über eine zerworfene, aber keineswegs hoffnungslose Republik
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.02.2026
Rezensent Cord Aschenbrenner gefällt am Buch der Grünen Katrin Göring-Eckardt die Ausgewogenheit. Die Politikerin befragt alle möglichen Menschen nach ihren Sorgen, vom Heizungsinstallateur über den Zugbegleiter bis zu Politiker-Kollegen. Herausgekommen sind laut Aschenbrenner "handfeste" Gespräche mit Menschen, deren "unkonventionelle" Auswahl manchmal etwas zufällig wirkt. Dass die Gesprächspartner meist wutfrei über ihre Sicht der Dinge sprechen, stellt Aschenbrenner geradezu erleichtert fest. Da melden sich zu Wort zwei ostdeutsche Zugbegleiter, eine Berliner Dame vom Besuchsdienst der Charité, lesen wir, oder auch "ein knurriger Wutbürger" und eine irakische Familie. Göring-Eckardt wollte auf jeden Fall auch außerhalb ihres Milieus Meinungen sammeln, stellt Aschenbrenner fest, ignoriert ihr eigenes aber auch nicht. Zum Teil stellt der Kritiker eine gewisse "protestantische Ernsthaftigkeit" in den Schilderungen der Politikerin fest, die dem Rezensenten aber durchaus angemessen scheint.
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