Die neue Partei am rechten Rand verursacht Streit. Sie meint, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Sie will Kinder schon ab 12 Jahren für strafmündig erklären. Sie will behinderte Kinder wieder stärker in Sonder- und Förderschulen stecken. Sie will das Recht auf individuelles Asyl abschaffen. Und sie will das Geld für den Klimaschutz streichen.
Die Kirchen sind früh auf Distanz zu diesen Kernforderungen gegangen. Sie kritisieren: Die AfD schlage nur aus den Ängsten der Menschen Kapital, habe aber keine Lösungen für die Probleme. Doch Christen stehen auch auf ihren Kandidatenlisten. Vertritt die AfD trotz der Kritik der Kirchen Themen, die Christen am Herzen liegen? Können Christen sie wählen? Darüber wird in diesem Buch eine engagierte Debatte ausgetragen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.10.2017
Johann Hinrich Claussen stößt in dem von Wolfgang Thielmann herausgegebenen Band auf Aufsätze, die ihm Gegenstrategien für den Umgang mit der AfD aufzeigen. Vor allem der Text des uckermärkischen Dorfpastors Ulrich Kasparick hat ihn beeindruckt. Indem der Autor Kenntnisse des politischen Betriebs und des Dorflebens kombiniert, kann er dem Rezensenten deutlich machen, dass der Mangel an öffentlichem Gespräch in Ostdeutschland einer Stillstellung gleichkommt, bei der die Demokratie auf der Strecke bleibt. Da helfen auch WhatsApp und Facebook nicht, lernt Claussen.
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