Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2000
In dieser recht umfangreichen Rezension bespricht Jan C. Joerden weniger das Buch selbst, sondern erläutert sehr ausführlich die Probleme, die sich bei der strafrechtlichen Aufarbeitung von DDR-Unrecht ergeben haben. Dabei geht er sehr genau auf die Art der Vergehen, die Rahmenbedingungen und die unterschiedlichen Rechtssprechungen ein. Das Buch von Marxen und Werle hebt er insofern hervor, als dass es hier nicht vorwiegend um die Mauerschützenprozesse geht, sondern um unspektakulärere Straftaten wie Wahlfälschung, Doping, Rechtsbeugung etc.. Zu diesen Fällen könne man in dem Band jeweils rechtliche Analysen und entsprechende Statistiken lesen. Auch eine Bewertung wird nach Joerden von den Herausgebern vorgenommen und Bilanz gezogen über die strafrechtliche Aufarbeitung seit der Wiedervereinigung. Mit einem Urteil über das Buch hält sich der Autor jedoch sehr zurück.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…