Längst hat das Thema Sexualität die private Sphäre verlassen, ist allgegenwärtig und Gegenstand einer breit gestreuten Lebensberatungsbranche. Daß sich Philosophen ihrer annehmen, ist hierzulande unüblich. In der angloamerikanischen analytisch geprägten Philosophie vor allem jenseits des Atlantiks dagegen ist eine philosophische Diskussion um Themen wie sexuelle Perversion, die moralische Beurteilung von sexuellen Praktiken, die Probleme sexueller Beziehungen wie etwa Treue, Eifersucht, Aufrichtigkeit und um die politische und rechtliche Handhabung von Pornographie und Prostitution schon seit Jahren im Gange.
"Glänzend unterhalten" habe ihn dieses Buch, versichert Franz Schuh. Nüchtern und sachlich würden in den Beiträgen des vorliegenden Bandes gängige Theorien und verbreitete "Gemeinplätze" einer genauen Analyse unterzogen. Indem Gedankengänge "simplen logischen Operationen unterzogen" werden, könne geprüft werden, ob sie einer genaueren Untersuchung standhielten. So würden neue Thesen erzielt, die zu weiterem Nachdenken anregten. "So räumt das Denken auf, die Köpfe werden in Ordnung gebracht", resümiert Schuh.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.04.2000
Eher wie eine "Anleitung zum Trockenschwimmen" erscheint dem Rezensenten mit dem Kürzel "upj" ein Sammelband mit "acht relevanten philosophischen Texten" über Sex und seine Spielarten jenseits der Norm. Da hilft es auch nichts, daß schon Schopenhauer darauf hinwies, daß die Philosophie sich zu wenig mit dem "menschlichen Geschlechtsleben"befasst habe, wie uns der Rezensent wissen läßt. Nun ist es geschehen, und es hat auch nichts genützt.
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