Eine Landschaft, eine Melodie, ein Gesicht, ein Gebrauchsgegenstand: was empfinden wir daran als Schön - und warum? Woher stammt überhaupt unsere Fähigkeit, etwas als schön zu empfinden - und warum bedürfen wir so sehr der Schönheit zu unserem Wohlempfinden? Zu diesen Fragen nach der Herkunft und der Bedeutung der Ästhetik werden Antworten aus dem Bereich der Biologie vorgelegt und zu philosophischen Positionen in Beziehung gebracht.
Dem Anliegen Richters, auf biologischer Grundlage einer "universellen Grammatik der Ästhetik" auf die Spur zu kommen, bringt Martin Seel zwar Respekt entgegen, dennoch hält er Richters Herangehensweise für fragwürdig. Seel will gar nicht ausschließen, dass es biologische Dispositionen für ästhetisches Empfinden gibt. Jedoch hält er es für falsch, dies mit "verbindlichen ästhetische Orientierungen" gleich zu setzen. Vielmehr glaubt Seel, dass auch in der Überschreitung einer möglicherweise biologisch begründbaren Ästhetik ein Reiz liegen kann. Dies wird seiner Meinung nach aber vom Autor nicht ausreichend berücksichtigt. Außerdem merkt Seel an, dass in der philosophischen Ästhetik die Frage "Was ist schön" bzw. "Was empfinden Menschen als schön" nur eine untergeordnete Rolle spielt. Für die eigentliche Frage philosophischer Ästhetik, in der es darum geht, welchen Nutzen die Menschen für sich aus der biologischen Disposition in ästhetischer Hinsicht ziehen, biete dieses Buch kaum neue Erkenntnisse.
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