Die Documenta 2002 hat gezeigt, dass Installationen ein immer mehr in den Vordergrund tretendes künstlerisches Phänomen der Gegenwart sind. In diesem Band wird - längst überfällig - die philosophische Ästhetik dieser Kunstform vorgestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2003
Nach der Lektüre dieser Ästhetik von Juliane Rebentisch werde einem vielleicht auffallen, meint Dietmar Dath, "wie in letzter Zeit öfter auch beim Betrachten neuer Kunst", dass wir "vielleicht wieder genau da" sind, "wo wir schon mal waren" - aber "was war das doch für eine lange, seltsame Reise." Denn Rebentisch geht es darum, wie man erfährt, den "Werkbegriff" mit Hilfe einer "antiobjektivistischen Fassung" gegen seine modernen Liebhaber wie gegen seine postmodernen Verächter gleichermaßen zu verteidigen. "Den Modernisten und den Postmodernen gleichsam dialektisch unrecht zu geben", schreibt Dath, "ist so etwas wie der Plan dieses Buches". "Nicht immer so dynamisch" wie im Zuge der, wie er lobt, "reichen programmatischen Stellen" am vorderen und hinteren Ende des Buches fand der Rezensent dabei den Duktus der Philosophin Rebentisch. Ihre Ausführungen würden dann gelegentlich an einer Berufskrankheit leiden: "Die Wörter sind hässlich, der Gedanke ist trotzdem wahr." Uneingeschränkt gefallen dagegen haben Dietmar Dath Rebentischs "kunstpolitisches Programm, bei dem es stark darauf ankommt, Sachverhalte zu verändern", einige "prächtige Fußnoten" sowie "die genaue Lektüre" von Cavell, Derrida, Fried und Adorno, Gegnern bzw. Antizipatoren jener die Werkästhetik überwindenden Kunstpraxis also, um die es geht.
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